Kategorie: Unterwegs

  • Ein perfektes Wochenende in Oslo: Sonnenschein, Kultur & Genuss

    Ein perfektes Wochenende in Oslo: Sonnenschein, Kultur & Genuss

    Oslo im Mai – Sonne, frische Luft und eine pulsierende Stadt, die darauf wartet, entdeckt zu werden. Ein Wochenende voller Highlights, schöner Ecken und skandinavischer Leichtigkeit.

    Am Freitagnachmittag geht es los. Nach einem kurzen Flug von Hamburg landen wir am frühen Abend in Oslo. Dank der guten Anbindung kommen wir schnell mit dem Bus zu unserem Hotel – dem stylischen Radisson RED im Stadtteil Løren. Der Stadtteil ist modern, ruhig und bietet eine gute Ausgangslage für unsere Erkundungstouren. Ein kurzer, abendlicher Spaziergang durch die Nachbarschaft gibt uns einen ersten Eindruck: urban, entspannt, ein Mix aus Wohnhäusern und kleinen Geschäften.

    Wir entscheiden uns, im Supermarkt ein paar Kleinigkeiten zum Abendessen zu kaufen: leckeren Fisch, einen Salat, etwas Brot und Dips. Ausgebremst wurden wir beim Feierabendbierchen, da der Verkauf von alkoholischen Getränken ab 20.00 Uhr nicht mehr gestattet ist – so erfuhren wir an der Kasse und es war 20.30 Uhr 🙁 Dies merkten wir uns für den Folgetag und entschlossen nach dem Abendessen die Hotelbar im obersten Stockwerk aufzusuchen, da uns an der Rezeption die Dachterrasse wärmstens empfohlen wurde. Doch mist! Wir waren schon wieder zu spät, die Dachterrasse der Hotelbar war nur bis 22.00 Uhr begehbar – aus Lärmschutzgründen. Also wurde es ein teures Bier an der Bar – ohne Aussicht.

    Am Samstag ging es ausgeschlafen und voller Tatendrang los. Unser erster Stopp: der berühmte Frognerpark mit den beeindruckenden Skulpturen von Gustav Vigeland. Die Kunstwerke sind faszinierend – mal verspielt, mal dramatisch, aber immer ausdrucksstark. Weiter geht’s zum Königlichen Schloss, wo wir die weitläufige Parkanlage genießen und das imposante Gebäude bestaunen.

    Von dort aus schlendern wir durch das Zentrum, vorbei an schicken Boutiquen und hyggeligen Cafés, bis wir den Hafen erreichen. In Skillebekk machen wir eine kurze Pause, bevor wir zur Museumsinsel Bygdøy übersetzen. Dort stehen einige der bekanntesten Museen Oslos – ein Paradies für Geschichts- und Kunstliebhaber. Wir Kunstbanausen entschieden uns aber für ein kühles Getränk im schatten des Fjords und ließen unsere Füße ins Wasser baumeln.

    Nachmittags gönnen wir uns ein kleines Abenteuer: Mit dem E-Scooter düsen wir zum spektakulären Opernhaus, das nicht nur architektonisch ein Highlight ist, sondern auch vom begehbaren Dach eine fantastische Aussicht über den Fjord bietet. Der Tag war abwechslungsreich und schnell verflogen. Für ein abendliches Bier am Wasser wollten wir diesmal rechtzeitig einkaufen und entschlossen uns vor dem Abendessen noch kurz einen Supermarkt aufzusuchen. Doch es war uns dieses Wochenende scheinbar nicht gegönnt, denn wie wir nun lernen mussten, ist am Samstag bereits ab 18 Uhr der Außerhaus-Verkauf von Alkohol in Oslo untersagt… Nach so viel Sightseeing hatten wir uns ein gutes Abendessen verdient – und wo ginge das besser als in Aker Brygge? Direkt am Wasser genießen wir ein super leckeres Essen und lassen den Abend entspannt bei einem (teuren) Bier ausklingen.

    Der Sonntag beginnt mit einem grandiosen Frühstück im Hotel. Gestärkt geht’s nach Grünerløkka Vest, Oslos Szeneviertel, das mit seinen kleinen Läden, Straßenkunst und Cafés besticht. Besonders schön: der Kunsthandwerkermarkt an der Akerselva. Hier stöbern wir nach einzigartigen Souvenirs und lassen uns von der Kreativität der Aussteller inspirieren.

    Ein kurzer Abstecher in den Nedre Foss Park rundet den Vormittag ab. Doch dann wird es spannend – die Zeit ist schneller verflogen als gedacht, und plötzlich wird es knapp mit dem Rückflug. Mit einem kleinen Adrenalinschub schaffen wir es aber gerade noch rechtzeitig zum Flughafen und können unseren Rückflug nach Hamburg antreten – mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck.

    Fazit: Oslo – eine Stadt zum Wiederkommen

    Oslo hat uns begeistert! Die Stadt ist kompakt, aber voller Erlebnisse. Ob Natur, Kultur oder Kulinarik – es gibt so viel zu entdecken. Und das Beste: Durch die kurzen Wege ist ein Wochenende völlig ausreichend, um sich in die Stadt zu verlieben. Wir kommen bestimmt wieder!

  • Eine schöne Geschichte in einer unwirklichen Zeit

    Eine schöne Geschichte in einer unwirklichen Zeit

    Deutschland im April 2021, Corona-Lockdown: Jedes Bundesland, jeder Kreis, jede Stadt tat sich mit eigenen Maßnahmen, Reisebeschränkungen, Beherberungsverboten, geschlossenen Lokalen und Ladengeschäften hervor. Mal nach Inzidenz, mal nach genereller Verordnung.

    Aus dieser Zeit ist mir ein Wochenende besonders in Erinnerung geblieben, welches vermutlich gerade aufgrund dieser Gemengelage zu einem bannig kommodigen Abenteuer wurde. 

    Das Abholen eines Kleinanzeigen-Kaufes klingt erst einmal unspektakulär. Aber allein dieses Vorhaben hatte schon eine unglaubliche positive Energie ausgelöst. Zum einen, da wir uns unglaublich auf das neue Equipment freuten, mit dem wir eine weitere Facette unseres Hobbys Fotografie erobern konnten. Zum Anderen, da der Abholort mit Salzgitter, aus Hamburg kommend, einen kleinen Roadtrip versprach und damit eine sehr willkommene Abwechslung im Lockdown.

    Fotolabor in Dunkelkammer

    Ein paar Tage zuvor hatten wir auf Kleinanzeigen ein komplettes Fotolabor erstanden, mit dem wir uns eine Dunkelkammer im heimischen Keller einrichten konnten und an diesem Samstag war die Abholung am späten Vormittag vereinbart. Am Vorabend entstand die Idee, den Grund der Reise zu nutzen, um etwas mehr draus zu machen. Denn wenn wir schon in den Nordharz fahren, dann können wir dort am Nachmittag auch wandern gehen – so der erste Gedanke. Dies geht schließlich auch im Lockdown. Diese Idee wurde schnell größer und am Ende des Abends waren die Rücksitze des Autos umgelegt und selbiges mit einer kleinen Campingausrüstung und Matratzen zum übernachten ausgestattet. Denn auch wenn Hotels und Gaststätten geschlossen sind, einen gemütlichen, naturnahen Stellplatz für eine Nacht werden wir schon finden, so unsere Idee.

    …bereit fürs Abenteuer

    Als es am Samstagmorgen ausgestattet mit einer kleinen Snacktasche und einem heißen Kaffee losging, waren wir voller Vorfreude: auf das neue Equipment, auf das Wandern und darauf endlich mal wieder rauszukommen für mehr als einen Tagesausflug.

    Und es wurde richtig schön! Die Fahrt nach Salzgitter war fix gemacht, das Equipment zur Fotoentwicklung schnell abgeholt und im Auto verstaut. Obwohl letzteres doch schwieriger war als gedacht, da sich das Fotolabor als sehr umfangreich darstellte. Diese Tatsache schrieb uns kurzzeitig Fragezeichen ins Gesicht, da die geplante Fläche zum Schlafen nun komplett mit Kisten zugestellt war. Aber wir waren uns sicher eine Lösung zu finden und im Zweifel würde es doch ohne Übernachtung direkt nach Hause gehen.

    Und dann folgte der zweite Teil, auf den wir uns sehr freuten. Eine kleine Wanderung irgendwo zwischen Clausthal-Zellerfeld und Goslar. Hier einige Impressionen:

    Die Stunden in der Natur haben uns den Lockdown vergessen lassen, aber am Auto angekommen holte uns die Realität fix wieder ein: bei dem Versuch uns einen Kaffee zu kochen mussten wir feststellen, dass wir keine Gaskartusche für den Kocher mitgenommen hatten. Ärgerlich. Glück im Unglück, die Baumärkte durften in Niedersachsen öffnen, allerdings war ein Besuch nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich. Also schnell den nächsten Baumarkt gegoogelt, Termin gebucht und Gas gekauft. Eine Anekdote die heute, knapp 1,5 Jahre später, schon sehr surreal wirkt.

    Bei einem frisch gebrühtem Kaffee überlegten wir uns, wie unsere kleine Tour weitergehen sollte. Nach Hause fahren schlossen wir als Option schnell aus. Blieb die Frage wo wir unser Auto für die Nacht parken sollten. Wir entschlossen uns letztendlich dafür in Richtung Hamburg zurück zu fahren und irgendwo im Nationalpark Lüneburger Heide einen ruhigen Platz in der Natur zu suchen. Beim finden half uns letztendlich die App park4night.

    Irgendwie haben wir es geschafft die Liegefläche für die Nacht freizuschaufeln.
    Es war eine wunderschöne, sternenklare Nacht…
    …allerdings auch recht frostig (beim Blick auf unser Autodach wurden wir an den Restschnee im Harz erinnert).

    Der nächste Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein und nach einem leckeren „Reste Frühstück“ mit frischem Kaffee waren wir wieder durchgewärmt und starteten einen ausgiebigen Spaziergang durch die Heidelandschaft.

    Anschließend ging es zurück nach Hause. Mit einem Fotolabor, vielen tollen Eindrücken und der Erkenntnis im Gepäck, dass es nicht zwingen Hotels und Restaurants benötigt um ein gelungenen Wochenendtrip zu machen.

  • Ein perfektes Camping-Wochenende in Süddänemark

    Ein perfektes Camping-Wochenende in Süddänemark

    Letztes Wochenende haben wir mit unserem Schwalbennest ein traumhaftes Wochenende in Süddänemark erlebt. Unser Ziel: Skarrev Camping in Aabenraa – ein Campingplatz, der direkt am Wasser liegt und uns sofort verzaubert hat.

    Freitag: Ankommen und Durchatmen Nach einer entspannten Anreise rollten wir am späten Freitagnachmittag auf unseren Stellplatz – nur wenige Meter vom Wasser entfernt. Die Meeresbrise, das sanfte Wellenrauschen und die herrliche Aussicht ließen uns sofort im Urlaubsmodus ankommen. Schnell war unser Platz eingerichtet, und der Abend klang mit einem Spaziergang am Strand, den Füßen im Wasser und einer Partie Schach vor dem Wohnwagen aus.

    Samstag: Aabenraa erkunden Nach einem gemütlichen Frühstück mit Blick aufs Wasser und einer Abkühlung in der Ostsee zog es uns in die nahegelegene Stadt Aabenraa.

    Die süße Innenstadt mit ihren kleinen Läden, Cafés und historischen Gassen hat uns sofort in ihren Bann gezogen. Wir schlenderten durch die Fußgängerzone, stöberten in den Boutiquen und gönnten uns ein Softeis. Danach ging es zurück zum Campingplatz, wo wir den Tag mit einem Sprung ins Wasser und einem Grillabend ausklingen ließen.

    Sonntag: Frühstück mit Aussicht & ein Hot-Dog zum Abschied Am letzten Morgen genossen wir unser Frühstück nach dem Check-Out direkt am Wasser – es gibt kaum einen schöneren Platz. Der Ausblick, die Sonne und der Duft von frisch gebrühtem Kaffee machten diesen Moment perfekt. Nach dem Frühstück ging es noch einmal ins Wasser. Bevor wir die Heimreise antraten, legten wir noch einen letzten Stopp in Aabenraa ein: Ein klassischer dänischer Hot Dog musste einfach sein – der krönende Abschluss eines rundum gelungenen Wochenendes.

    Fazit: Einer der schönsten Plätze bisher! Skarrev Camping hat uns mit seiner Lage, der entspannten Atmosphäre und der Nähe zu Aabenraa wirklich begeistert. Unser Schwalbennest hat sich hier pudelwohl gefühlt – und wir auch! Wer ein entspanntes Camping-Wochenende mit Meerblick sucht, ist hier genau richtig. Wir kommen definitiv wieder!